Datenträger finden ist der Schritt, der bei Auflösungen am häufigsten übersehen wird — nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil niemand jedes Gehäuse öffnet, wenn fünfzig Geräte gleichzeitig abgeholt werden.
Dabei ist die Frage nicht, ob ein Rechner eine Festplatte hat. Die Frage ist, welche der anderen Geräte im Raum ebenfalls Datenträger enthalten. Genau dort liegt in München bei fast jeder Büroauflösung das eigentliche Risiko.
Wo Datenträger sitzen, wenn man sie erwartet
- Desktop-Rechner
- Im Käfig hinter der Frontblende oder am Boden verschraubt. Oft zwei Laufwerke, nicht eines.
- Notebooks
- Unter einer Klappe im Boden oder unter der kompletten Bodenplatte. Bei neueren Geräten als Steckmodul direkt auf der Platine.
- Server
- In Einschubrahmen an der Front, häufig acht bis vierundzwanzig Stück. Der Rahmen ist Stahl und gehört nicht zum Datenträger.
- Externe Gehäuse
- Kleine Kästen unter dem Schreibtisch, die im Chaos einer Auflösung leicht untergehen.
Geräte, in denen niemand Datenträger vermutet
Netzwerkdrucker und Kopierer
Größere Geräte haben eine interne Festplatte, auf der Druckaufträge zwischengespeichert werden. Bei Kopierern in Arztpraxen und Kanzleien ist das regelmäßig heikel.
Telefonanlagen
Sprachspeicher, Anrufprotokolle, Kontaktlisten. Meist auf einem Speichermodul auf der Hauptplatine.
Überwachungstechnik
Rekorder mit Festplatte, teils mehrere. Bei Umbauten in Gewerbeobjekten in München ein häufiger Fund.
Kassensysteme und Zeiterfassung
Enthalten Umsatz- und Personaldaten, oft auf einer verbauten Karte statt auf einer klassischen Platte.
Datenträger finden München — der Durchgang vor der Abholung
Ein systematischer Durchgang dauert bei einer normalen Büroetage eine gute Stunde und erspart hinterher jede Diskussion. Gehen Sie Gerät für Gerät und stellen Sie eine einzige Frage: Hat das hier jemals etwas gespeichert? Wenn die Antwort unklar ist, legen Sie es auf den Stapel für den zweiten Blick statt auf den für die Abholung.
Wenn Sie Datenträger finden, gehören sie sofort in einen eigenen Behälter — nicht zurück ins Gerät, nicht in die allgemeine Kiste. Für Anlieferungen in München gilt: Was getrennt ankommt, wird getrennt erfasst. Was im Gerät steckt, geht als Gerät durch, und dann ist der Datenträger im Materialstrom nicht mehr auffindbar.
Was danach mit den gefundenen Datenträgern passiert
Drei Wege stehen offen, und Sie entscheiden vor der Anlieferung, welchen Sie gehen. Erstens: Sie behalten die Datenträger und geben nur den Rest ab. Zweitens: Sie geben sie mit und lassen sie physisch zerstören. Drittens: Sie machen sie selbst unbrauchbar und liefern sie dann als gewöhnlichen Elektronikschrott an.
Alle drei sind in Ordnung, aber die Entscheidung muss vorher stehen. Nachträglich lässt sich in einer Tonne mit Elektronikschrott keine einzelne Platte mehr herausfischen. Für Betriebe in München, die den Vorgang für die eigene Ablage belegen müssen, ist der zweite Weg meist der einfachste.
Häufige Fehler bei der Suche
Der erste Fehler ist, nur an Rechner zu denken. Drucker, Kopierer, Telefonanlagen und Kassensysteme sind die Geräte, bei denen später die unangenehmen Fragen auftauchen. Der zweite Fehler ist die Annahme, ein Gerät sei „eh kaputt“ und deshalb harmlos — eine defekte Elektronik heißt nicht, dass die Platte unlesbar ist.
Der dritte Fehler ist Zeitdruck. Wer den Durchgang auf den Abholtag legt, macht ihn nicht. Planen Sie ihn eine Woche vorher ein, dann bleibt Zeit für die Geräte, bei denen jemand erst nachsehen muss.
Häufige Fragen
Welche Geräte enthalten Datenträger, ohne dass man es vermutet?
Netzwerkdrucker und Kopierer mit interner Festplatte, Telefonanlagen mit Sprachspeicher, Überwachungsrekorder sowie Kassen- und Zeiterfassungssysteme. Genau dort tauchen später die unangenehmen Fragen auf.
Reicht es, wenn das Gerät defekt ist?
Nein. Eine defekte Elektronik bedeutet nicht, dass die Speicherscheiben unlesbar sind. Gerade Platten, die wegen eines Fehlers getauscht wurden, sind häufig noch auslesbar — für sie ist die physische Zerstörung der sichere Weg.
Was mache ich mit den gefundenen Datenträgern?
Sie entscheiden vor der Anlieferung zwischen drei Wegen: behalten, zur physischen Zerstörung mitgeben oder selbst unbrauchbar machen. Alle drei sind möglich — nachträglich lässt sich in einem Materialstrom keine einzelne Platte mehr finden.