Störstoffe sind alles, was in einem Behälter mit Elektronikschrott mitwiegt, ohne zur Bewertung beizutragen. Sie sind der unauffälligste Grund dafür, dass eine Anlieferung in München schlechter ausfällt als erwartet — und der am leichtesten zu behebende.
Der Mechanismus ist simpel: Gewogen wird, was im Behälter liegt. Bewertet wird nach dem, was verwertbar ist. Je mehr Störstoffe in der Menge stecken, desto weiter liegen diese beiden Zahlen auseinander. Bei einer Gitterbox Platinen, in der zu einem Drittel Gehäuseblech steckt, ist der Unterschied erheblich.
Die häufigsten Störstoffe im Platinenbehälter
- Gehäuseblech und Rahmen
- Der mit Abstand häufigste Störstoff. Stahl und Aluminium wiegen viel und gehören in die Metallfraktion, nicht zu den Platinen.
- Kühlkörper
- Große Aluminiumblöcke auf Prozessor und Chipsatz. Meist nur geklemmt oder mit vier Schrauben befestigt.
- Kunststoffwannen und Blenden
- Tragen nichts bei, nehmen aber Platz und Gewicht. Typisch bei Geräten, die im Ganzen abgegeben werden.
- Batteriehalter mit Zelle
- Die Knopfzelle auf dem Mainboard ist Störstoff und Sicherheitsrisiko zugleich. Lässt sich mit dem Fingernagel herausdrücken.
- Kabelbäume und Litzen
- Gehören zum Kabelschrott und werden dort nach Kupferanteil bewertet — im Platinenbehälter sind sie Störstoff.
- Displays und Glas
- Kein Metallwert, dafür Bruchgefahr. Werden getrennt behandelt.
- Verpackung und Restmüll
- Kartonagen, Folie, Schaumstoff. Klingt selbstverständlich, kommt aber bei jeder zweiten Auflösung vor.
- Feuchtigkeit und Schmutz
- Nasses Material wiegt mehr und korrodiert. Ein geschlossener Behälter im Trockenen genügt.
Nicht jeder Störstoff wiegt gleich schwer
Akkus und Zellen
Der einzige Störstoff, der eine Anlieferung ganz blockieren kann. Lithium-Zellen müssen raus, bevor etwas in den Behälter geht — hier geht es nicht um den Preis, sondern um Brandschutz.
Schweres Blech
Stahl und Aluminium ziehen den Schnitt am stärksten, weil sie am meisten wiegen. Abtrennen lohnt sich fast immer, wenn es mit wenigen Handgriffen geht.
Kleinteile
Ein paar Schrauben, ein Kabelbinder, ein Aufkleber. Diese Störstoffe fallen mengenmäßig nicht ins Gewicht — wer deswegen sortiert, verliert Zeit ohne Gegenwert.
Störstoffe erkennen — die einfache Prüffrage
Sie müssen kein Material bestimmen können. Die Frage lautet nur: Sieht das nach Elektronik aus oder nach etwas anderem? Alles mit Leiterbahnen, Bauteilen oder Kontakten ist Elektronik. Alles, was glatt, massiv oder durchgehend aus einem Material ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Störstoff im Platinenbehälter — und gehört woandershin, meist in die Metallfraktion, wo es seinerseits Geld bringt.
Genau das wird oft übersehen: Störstoffe sind selten wertlos, sie sind nur an der falschen Stelle. Das Gehäuseblech eines Serverschranks ist als Stahlschrott eine eigene Position. Zwischen den Platinen ist es ein Störstoff, der beide Fraktionen verschlechtert. Zwei Behälter statt einem lösen das, ohne dass jemand Material bestimmen muss.
Was wir am Hof in München übernehmen
Wenn Sie Störstoffe nicht selbst aussortieren, machen wir das beim Sortieren. Das ist kein Problem und kostet Sie nichts außer Zeit — bei größeren Mengen kann das Trennen eine Stunde und mehr dauern, und solange läuft die Bewertung nicht weiter. Bei einer Anlieferung in München sagen wir Ihnen bei der Ankunft, womit Sie rechnen müssen.
Die einzige Ausnahme sind Akkus. Sie sind kein gewöhnlicher Störstoff, sondern ein Sicherheitsthema, und sie müssen vor dem Transport raus. Kommen Sie an eine verklebte Zelle nicht heran, bringen Sie das Gerät geschlossen mit und sagen es uns — dann entnehmen wir sie, bevor irgendetwas in einen Sammelbehälter geht.
Häufige Fehler im Umgang mit Störstoffen
Der erste Fehler ist Übereifer in die falsche Richtung: Wer jede Schraube einzeln aussortiert, aber das Netzteil im Platinenbehälter lässt, hat am schweren Ende nichts gewonnen. Gehen Sie nach Gewicht vor, nicht nach Stückzahl.
Der zweite Fehler ist, Störstoffe einfach wegzuwerfen. Blech, Kabel und Aluminium sind eigene Fraktionen mit eigenem Erlös — sie gehören in einen zweiten Behälter, nicht in den Restmüll. Der dritte Fehler ist die Lagerung im Freien: Feuchtigkeit ist ein Störstoff, den man nicht sieht, der aber mitwiegt und die Kontakte angreift.
Kurz gefasst
Störstoffe in München — das Wesentliche.
- Störstoffe wiegen mit, ohne zur Bewertung beizutragen.
- Der schwerste Störstoff ist fast immer Gehäuseblech.
- Störstoffe sind selten wertlos — sie gehören nur in eine andere Fraktion.
- Am Hof in München trennen wir Störstoffe mit, das kostet nur Zeit.
- Akkus sind kein gewöhnlicher Störstoff, sondern ein Sicherheitsthema.
Wer in München anliefert und nach Gewicht statt nach Stückzahl gegen Störstoffe vorgeht, holt den größten Teil des Unterschieds mit wenigen Handgriffen.
Häufige Fragen
Muss ich Störstoffe vor der Anlieferung aussortieren?
Müssen nicht, außer bei Akkus. Alles andere trennen wir am Hof in München beim Sortieren. Es kostet dann nur Zeit, und bei größeren Mengen kann das eine Stunde und länger dauern, bevor die Bewertung weiterläuft.
Woran erkenne ich einen Störstoff, ohne Material bestimmen zu können?
An einer einfachen Frage: Sieht es nach Elektronik aus oder nicht? Alles mit Leiterbahnen, Bauteilen oder Kontakten gehört zu den Platinen. Was glatt, massiv und durchgehend aus einem Material ist, gehört in die Metallfraktion.
Soll ich Störstoffe wegwerfen?
Nein. Blech, Kabel und Aluminium sind eigene Fraktionen mit eigenem Erlös. Sie sind nur im Platinenbehälter falsch. Ein zweiter Behälter macht daraus eine zusätzliche Position statt Restmüll.