Datenträgervernichtung München heißt bei uns: Die Datenträger werden getrennt vom übrigen Material erfasst und vor der Verwertung mechanisch zerstört. Das ist der Weg, der unabhängig davon funktioniert, ob eine Platte noch ansprechbar ist.
Genau darin liegt der Unterschied zum Löschen per Software. Ein vollständiges Überschreiben ist ein anerkanntes Verfahren, setzt aber voraus, dass die Platte reagiert. Bei ausgemusterter Hardware ist das häufig nicht mehr der Fall — gerade bei Platten, die wegen eines Defekts getauscht wurden.
Wie die Datenträgervernichtung abläuft
Absprache vorher
Vor dem Termin wird festgelegt, dass Datenträger vernichtet werden sollen und ob Sie dafür einen Nachweis brauchen. Rückwirkend geht das nicht.
Getrennte Erfassung
Bei der Übernahme werden die Datenträger separat erfasst und laufen ab diesem Moment nicht mehr im allgemeinen Materialstrom mit.
Zerstörung
Die Datenträger werden mechanisch zerstört, sodass die Speichermedien nicht mehr auslesbar sind.
Nachweis und Verwertung
Sie erhalten den vereinbarten Nachweis. Danach geht das Material als Aluminium und Elektronik in die reguläre Verwertung.
Datenträgervernichtung München — oder der Weg ohne uns
Die Vernichtung durch uns ist ein Angebot, keine Bedingung. Viele Betriebe in München haben intern ein etabliertes Löschverfahren und ziehen die Platten vor der Anlieferung selbst — das ist der einfachste Fall für alle Beteiligten, und Sie geben dann nur das übrige Material ab.
Der dritte Weg ist, die Datenträger im Haus unbrauchbar zu machen und danach ohne weitere Absprache anzuliefern. Dann entfällt die getrennte Erfassung, und es entsteht auch kein Nachweis von uns — was in Ordnung ist, solange Ihre eigene Dokumentation das abdeckt.
Was der Nachweis leistet und was nicht
Der Nachweis dokumentiert, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Anzahl Datenträger übernommen und zerstört haben. Er ist damit der Beleg für Ihre eigene Dokumentation gegenüber Geschäftsführung, Auftraggeber oder Behörde.
Was er nicht leistet: eine Aussage darüber, was vorher auf den Datenträgern war oder ob in Ihrem Haus alle relevanten Geräte gefunden wurden. Der Durchgang durch Ihre Räume bleibt Ihre Aufgabe — und er ist der Teil, bei dem in der Praxis die meisten Datenträger übersehen werden.
Häufige Fehler bei der Datenvernichtung
Der erste Fehler ist die Entscheidung am Abholtag. Wenn niemand sagen kann, ob die Platten im Haus bleiben oder mitgehen, steht der Vorgang — und eine Datenträgervernichtung lässt sich nicht nachträglich für Material anordnen, das schon im Strom ist.
Der zweite Fehler ist ein Nachweis, der nicht zum Vorgang passt: Wer eine Stückzahl dokumentieren muss, braucht sie im Nachweis, nicht nur ein Gesamtgewicht. Der dritte Fehler ist die fehlende Übergabe — wer vernichten lässt, sollte festhalten, wann welche Menge übergeben wurde.
Datenträgervernichtung München — was mitgeht und was nicht
Welche Medien in die Datenträgervernichtung gehören und welche einen anderen Weg nehmen.
- Magnetfestplatten
- Der klassische Fall der Datenträgervernichtung. Gehäuse aus Aluminiumguss, Scheiben innen.
- SSDs und Speicherkarten
- Klein und leicht zu übersehen. Gehören in dieselbe Datenträgervernichtung wie die großen Platten.
- Bandmedien
- Aus Backupsystemen. Werden häufig vergessen, weil sie im Schrank statt im Gerät liegen.
- Optische Medien
- CDs und DVDs mit Daten — eigener Weg, aber dieselbe Grundfrage.
- Geräte mit fest verbautem Speicher
- Kopierer, Telefonanlagen, Kassensysteme. Hier wird die Baugruppe entnommen, nicht das ganze Gerät vernichtet.
Welche dieser Medien bei Ihnen vorkommen, zeigt der Durchgang vor dem Termin. Für die Datenträgervernichtung in München gilt: Was nicht vorher getrennt erfasst wird, kann hinterher nicht mehr nachgewiesen werden.
Häufige Fragen
Reicht es nicht, die Festplatte zu löschen?
Ein vollständiges Überschreiben ist ein anerkanntes Verfahren, setzt aber voraus, dass die Platte noch ansprechbar ist. Bei ausgemusterter oder defekter Hardware ist das oft nicht mehr der Fall — dann ist die physische Zerstörung der sichere Weg.
Kann ich den Nachweis später anfordern?
Nein. Die Absprache muss vor dem Termin stehen, weil die Datenträger dafür getrennt erfasst werden müssen. Ist das Material bereits im allgemeinen Strom, lässt sich nichts mehr belegen.
Kann ich die Datenträger selbst zerstören?
Ja, aber richtig: Eine Festplatte einmal auf die Ecke zu schlagen verbiegt nur das Gehäuse und lässt die Scheiben unversehrt. Wer selbst zerstört, muss durch die Scheiben — aufbohren oder herausnehmen.